"Nach bestem Wissen und Gewissen"
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Spektakuläre Gerichtsverfahren scheinen in den letzten Jahren immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt zu sein. Ob das Verfahren gegen den Memminger Frauenarzt Theissen, der Mordfall Weimar oder die Anklage gegen Moderator Andreas Türck – gebannt und aus sicherer Entfernung verfolgen wir das Geschehen vor Gericht. Aber wie soll man je begreifen was in den Eltern der kleinen Jessica vorgegangen ist, die ihre Tochter qualvoll verhungern ließen?
Gisela Friedrichsen ist Gerichtsreporterin
Ihre Reportagen erzählen von kleinen und großen menschlichen Tragödien. Darüber hinaus thematisiert sie exemplarisch die Möglichkeiten und Aufgaben, aber auch die Grenzen der Justiz.
Die engagierte Journalistin interessiert vor allem die Frage: „warum tun die Menschen das, was haben die erlebt, was hat sie dazu gebracht? Keiner ist ja als Mörder oder als Vergewaltiger geboren. Und es muss ja irgendwo den Knackpunkt in der Biographie geben, wo es dann schief gelaufen ist.“
Den Glauben an das Gute im Menschen hat sie dabei nicht verloren, „aber ich weiß natürlich, dass die Menschen wirklich zu allem fähig sind. Da mache ich mir keine Illusionen mehr.“
N24, 2. Oktober, 8.30 Uhr
