Erste Professur für "Spiritual Care" in München

epd-Logo München (epd). In München wird die deutschlandweit erste Professur für das Fach "Spiritual Care" am Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin eingerichtet. Der offizielle Beginn soll mit einer Antrittsvorlesung am 21. Dezember gefeiert werden, teilte die Ludwig-Maximilians-Universität München mit. Schon seit dem Sommersemester teilen sich der evangelische Theologe Traugott Roser (46) und der Jesuit und Mediziner Eckhard Frick (55) die Professur.

Roser hat sich über das Fachgebiet Spiritual Care an der Münchner Uni habilitiert. Er ist seit vielen Jahren in der Krankenhausseelsorge mit den Schwerpunkten Palliativmedizin und Kinderpalliativmedizin tätig. Frick ist Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychiater und Psychoanalytiker sowie Theologe und Philosoph. Er lehrt als Professor für Psychosomatische Anthropologie an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München. Diese Tätigkeit wird er auch weiter ausüben.

Der englischen Fachbegriff Spiritual Care kann mit Spiritueller Sorge beziehungsweise Seelsorge übersetzt werden. In der Pflege versteht man darunter die umfassende Begleitung kranker und sterbender Menschen. Zu Grunde liegt dabei die Erkenntnis: Wer sterbenskrank ist, braucht nicht nur körperliche, sondern auch psychosoziale und spirituelle Hilfe. Dieses Feld für angehende Ärzte zu öffnen, ist eine Aufgabe der neuen Professur in München.

16. Dezember 2010

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