Propst: Mehr Christen in Israel durch Einwanderung aus Russland

epd-Logo Jerusalem (epd). Der evangelische Propst von Jerusalem, Uwe Gräbe, hat mangelnden Zusammenhalt der Christen in der Stadt beklagt. In Jerusalem gebe es mit etwa 60 Kirchen eine große christliche Vielfalt. Doch es fehle ein ökumenisches Gremium, sagte Gräbe am Donnerstag.

Der Jerusalemer Propst wies darauf hin, dass in Israel der Anteil der Christen an der Bevölkerung wachse. Zahlreiche jüdische Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion kämen mit christlich-orthodoxen Partnern ins Land. Im Westjordanland und vor allem in Bethlehem sinke dagegen der christliche Bevölkerungsanteil dramatisch. Immer mehr palästinensische Christen verließen das Land, sagte der evangelische Theologe.

Gräbe ist seit 2006 Propst von Jerusalem und steht damit an der Spitze der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache. In dieser Funktion ist er erster Pfarrer an der Erlöserkirche und Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland im Heiligen Land. Die evangelische Präsenz im Heiligen Land reicht bis 1841 zurück.

12. Juni 2008

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