Ausgrabungen am Leipziger Thomaskirchhof beendet

Leipzig (epd). Nach gut vier Monaten sind die Ausgrabungen am Leipziger Thomaskirchhof abgeschlossen worden. Nördlich der Thomaskirche legten Archäologen Teile eines alten Augustiner-Chorherrenstifts aus dem 13. Jahrhundert frei. Auf dem Gelände wurden unter anderem 75 Skelette von dem ehemaligen Klosterfriedhof gefunden, von denen einige über 800 Jahre alt sein dürften, sagte Ausgrabungsleiter Andreas Büttner am Dienstag vor Journalisten in Leipzig.

Zu den bedeutendsten Funden zählt eine so genannte Brakteaten-Dose, in der Silbermünzen (Brakteaten) aufbewahrt wurden. Dieser Fund habe die Zweifel beseitigt, ob die Dosen tatsächlich zur Münzaufbewahrung genutzt wurden. Die Ausgrabungsfunde sollen nun für eine Ausstellung vorbereitet werden.

Das Augustiner-Chorherrenstift wurde 1212 von Markgraf Dietrich II. gegründet. Mit der Auflösung des Stiftes im Jahre 1539 wurden mit Ausnahme der Kirche sämtliche Gebäude abgetragen oder umgebaut.



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